Ehrung für Engagement

Ehrenzeichen in Gold, Silber und Bronze verliehen

 

Mittelbayerische 14. Oktober 2024, Bild und Text: Michael Schneider

Regensburg. Am Freitag ehrte die Stadt im Kurfürstensaal Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr für langjährige aktive Dienstzeiten und Mitgliedschaften. Die Feier leiteten die Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Stadtbrandrat Markus Weinbeck. „Es freut mich, dass ich auch in diesem Jahr wieder Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Regensburg auszeichnen kann", sagte Malz-Schwarzfischer. „Ich habe heute auch die Ehre, verdiente Feuerwehrangehörige aus dem aktiven Dienst besonders zu verabschieden und zu ehren.“

Die Freiwillige Feuerwehr habe in Regensburg eine lange und große Tradition. In diesem Jahr stehe ihr 166. Geburtstag an, womit sie die älteste Feuerwehr Altbayerns sei. In Regensburg bestehe zwar auch eine Berufsfeuerwehr, aber die Freiwillige Feuerwehr sei mehr denn je unverzichtbarer Bestandteil einer schlagkräftigen Truppe für die Stadt. So könne der Brand- und Katatrophenschutz nur von beiden gemeinsam gemeistert werden. „Für die laufenden Alltagseinsätze ist natürlich die Berufsfeuerwehr unverzichtbar, aber sobald ein Einsatz über das normale Maß hinausgeht oder wenn mehrere Einsätze gleichzeitig anfallen, dann ist die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr unabdingbar", erklärte Malz-Schwarzfischer.

Flächendeckende Ereignisse wie Hochwasser oder Unwetter zeigten zudem die Stärke der Freiwilligen Feuerwehr, die innerhalb von Minuten mit über 20 Fahrzeugen und 150 Dienstleistenden ausrücken könne. „Deswegen freut es mich, dass wir diesen Empfang regelmäßig machen“, sagte Malz-Schwarzfischer. Das dort ausgegebene Ehrenzeichen sei in drei Stufen aufgeteilt. Silber wurde für 25 Jahre, Gold für 40 Jahre und das große Ehrenzeichen für 50 Jahre aktive Dienstzeit vergeben. Alle geehrten haben sich durch ihre lange Dienstzeit in hohem Maße um das Allgemeinwohl verdient gemacht. Neben den Feuerwehrdienstleistern erhielten auch Ehrengäste eine Auszeichnung für ihr Engagement. Anita und Berthold Neppel wurden für ihre Stiftung geehrt, durch die Projekte in der Feuerwehr verwirklicht werden konnten.

Markus Zimmermann, Leiter des Ärztlichen Dienstes des Universitätsklinikums Regensburg, zeichnete sich durch seine Prognosen, Empfehlungen und die Bereitstellung von Impfungen für die Feuerwehrleute während der Corona-Pandemie aus. „Ich möchte mich bei allen herzlich bedanken, die der Feuerwehr so treu zur Seite stehen und unterstützen, denn ohne diese Unterstützung könnten wir gar nicht arbeiten", sagte Weinbeck abschließend. Zugang zu ausreichend Geld und Ausrüstung sei mit der Bedeutung der vielen und aus allen sozialen Schichten kommenden Hilfe kaum zu vergleichen.

 

Im Rahmen der diesjährigen Ehrung von freiwilligen Feuerwehrkameraden, die ein Jubiläum feiern konnten, wurden auch Ehrengäste für ihr Engagement ausgezeichnet. Darunter die Neppel-Stiftung vertreten durch ihre beiden Gründer Anita und Berthold Neppel. Für ihre jahrelange Unterstützung ihrer Freiwilligen Ortsfeuerwehr Oberisling und auch der Stadtjugendfeuerwehr Regensburg erhielten sie die BAYERISCHE FEUERWEHR-EHRENMEDAILLE. Sie wurden von den beiden Feuerwehrlern Florian Attenhauser, 1. Vorsitzender Feuerwehrverein Oberisling, der ebenfalls für seine 25-jährige aktive Dienstzeit geehrt wurde, und Maria Keim, Stadtjugendfeuerwehrwartin für diese Ehrung vorgeschlagen.